Rundgang

Kleiner Rundgang durch das MÜHLENWEGMUSEUM

© Fotodesign_Kuhnle+Knödler

Seitenblicke

Im Obergeschoss beginnt oder endet der Rundgang durch die Ausstellung im Raum „Seitenblicke“. Der Raum gibt zur Einstimmung oder Vertiefung einen Überblick über das Leben Fritz Mühlenwegs im zeitlichen und politischen Kontext.

In zahlreichen zu öffnenden Schubladen befinden sich Briefwechsel und Texte, die seine enge Freundschaft mit Otto Dix, Julius Bissier und anderen Malern der Region bezeugen. Zu sehen sind u.a. die Original-Schreibmaschine oder der Holzkasten mit denGlas-Dias seiner Mongoleifotos, die er auf seinen Vortragsreisen mit sich führte.

Das malerische Werk wird digital präsentiert. Eine Leseecke lädt zum Schmökern ein.

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Herkunft

Fritz Mühlenweg entstammt der bekannten Konstanzer Drogistenfamilie Kornbeck. Dokumentiert wird der Weg des Schulabbrechers und begeisterten Sportlers zum erfolgreichen Kaufmann, der aus der bürgerlichen Enge ausbricht sowie die Vorbereitungen zur Mongoleiexpedition unter Sven Hedin.

Zu sehen sind verschiedene Exponate, u.a. die Skier, die er in die Wüste Gobi mitnahm, der Höhenmesser oder ein fast hundert Jahre alter Schafskäse.

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Mongolei

Im Museumsraum Mongolei kann man alle drei Expeditionen von 1927/28, 1929/30 und 1931/32 durch die Wüste Gobi Chinas mit all ihren geographischen, klimatischen,  ethnologischen und kulturellen Besonderheiten nacherleben.
Allein bei der ersten Expeditionsteilnahme in die Wüste Gobi 1927/28 legte Mühlenweg  im Kreis eines internationalen Forscherteams im Auftrag der Lufthansa von Peking bis Urumtschi 2.500 km zu Fuß und mit Kamelen zurück.

Drei Monitore zeigen Ausschnitte eines Dokumentarfilms aus dem Jahre 1927/28 von Paul Lieberenz. Sie geben einzigartige Einblicke in die physischen und psychischen Herausforderungen an die europäischen Expeditionsteilnehmer, in eine zur damaligen Zeit, fremde und unbekannte Welt.

An Hörstationen, die den Verlauf der damaligen Expeditionsstrecke markieren, können die Besucherinnen und Besucher ihre Eindrücke über diese außergewöhnlichen Reisen durch die Wüste Gobi mit all ihren Facetten vertiefen.

Ein wichtiger Aspekt sind die kulturvermittelnden Leistungen Mühlenwegs und seine Botschaft der Achtsamkeit und des Respekts des Anderen.

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Familie

Der kleinste Raum der Ausstellung symbolisiert die räumliche Enge, in die Fritz Mühlenweg nach seinen Reisen zurückkehrte. Gemeinsam mit seiner Frau, der hoch talentierten Malerin Elisabeth Kopriwa und den sieben Kindern lebte er in Allensbach in beengten Verhältnissen. Thematisiert werden auch die Arbeiten von Elisabeth Mühlenweg, geb. Kopriwa, und die tiefe Freundschaft zwischen den Familien von Fritz Mühlenweg und von Otto Dix, die seit 1936 in Hemmenhofen lebte.

Literatur

Von den Korrekturen des Ur-Manuskripts bis zu den Übersetzungen in acht Sprachen wird das Schreibhandwerk Mühlenwegs nachgezeichnet.
Dokumentiert und ausgestellt sind verschiedene Bücher, die Stationen seiner Lesereisen, aber auch Fotos, die ihn bei der Preisverleihung mit Theodor Heuss oder Max Frisch zeigen, sowie die Aufnahme, die ihn in einem mongolisch anmutendem Kostüm darstellt, ein ungeliebtes Zugeständnis an die Vermarktungsstrategie des Verlags.  

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Kontakt

MÜHLENWEGMUSEUM Allensbach

Konstanzer Str. 12
Im Bahnhof
78476 Allensbach 

Tel:  +49 (0) 7533 801 35
Fax: +49 (0) 7533 801 36

mma@allensbach.de

Öffnungszeiten

1. Juni bis 30. September
Montag bis Freitag 
Samstag
10 - 18 Uhr 
10 - 13 Uhr
01. Oktober bis 31. Mai
Montag bis Freitag 09 - 12 Uhr
14 - 17 Uhr